Olsberg,

Einsatz nach Gasexplosion in Olsberg

THW Arnsberg sichert schwer beschädigtes Wohnhaus

Am Mittwoch, dem 21.02.2018 kam es in einem Wohnhaus in Olsberg-Elleringhausen zu einer Gasexplosion, bei der ein 81jähriger Bewohner schwer verletzt, und das Wohnhaus massiv beschädigt wurde.

Der Bewohner konnte durch die Feuerwehr gerettet werden. Er wurde anschließend mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Durch die Detonation wurde eine Wand des Hauses auf voller Länge herausgesprengt. Beide Giebelwände wurden erheblich beschädigt.

Im Verlauf des Einsatzes wurde gegen 17:30 Uhr auch das Baufachberater-Team des  THW Ortsverband Arnsberg alarmiert, um das akut einsturzgefährdete Gebäude in Augenschein zu nehmen und die Einsatzleitung zu möglichen Sicherungsmaßnahmen zu beraten.

Noch vor dem Eintreffen des Baufachberater-Teams am Einsatzort forderte  die Leitstelle des Hochsauerlankreises bei der THW-Regionalstelle Arnsberg weitere Einheiten zur praktischen Sicherung und Abstützung des schwer beschädigten Hauses an. Hier wurde die Erste Bergungsgruppe und der Zugtrupp des OV Arnsberg nach Olsberg entsendet.

Der Einsatzleiter der Feuerwehr Olsberg informiert den THW-Baufachberater Stefan Neuhaus über den Sachstand des Einsatzes. Gemeinsam wurden eine Begehung durchgeführt  und erste Überlegungen abgestimmt.  Aufrund der schweren Zerstörungen und der damit verbundenen Einsturzgefahr wurde vereinbart, dass nur ein für die weiteren Ermittlungen wichtiger Bereich des Hauses gesichert werden sollte. Auch wurde für einen Bereich im Umfeld des Hauses ein Betretungsverbot ausgesprochen und dieser mit Bauzäunen durch die Feuerwehr abgesichert.  

Nach Eintreffen der weiteren THW-Kräfte wurden die Führunsgkräfte in die Lage eingewiesen. Die besonderen Gefahren und die Einhaltung der notwendigen Gegenmaßnahmen wurde oberste Priorität eingeräumt. Ein THW´ler beobachtete ständig das Gebäude und hätte bei Veränderungen sofort Warnsignale abgeben können, was glücklicherweise nicht notwendig war. Eine besondere Schwierigkeit stellte die noch nicht abgeschaltete Stromversorgung des Hauses dar.

In Zusammenarbeit mit der örtlichen Feuerwehr wurden zunächst die Randtrümmer beräumt, um eine Fläche für die notwendigen Abstützmaßnahmen zu schaffen.  Anschließend wurde in diesem Bereich ein Schwelljoch zur Abstützung der Erdgeschoss-Decke errichtet.

Mit einem Gerüstturm konnte eine hängende Wandscheibe mit dem aufgelastetem Dach gesichert werden.  Mit Strebstützen wurden noch weitere Teile der Giebelwand gesichert. 

Alle Arbeiten wurden mit der gebotenen Vorsicht, und in enger Absprache mit dem Baufachberater durchgeführt. So wurden weder die Einsatzkräfte noch die Statik des Gebäudes gefährdet. Gegen 23 Uhr konnte die Einsatzstelle und der abgesicherte Gebäudeteil an die örtliche Einsatzleitung übergeben werden. Für die 14 THW Kräfte war der Einsatz damit beendet.

Hervorzuheben ist die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Olsberg und dem Malteser Hilfsdienst Olsberg, welcher zur Sicherheit aller Einsatzkräfte vor Ort war.


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